MZ Hohenmölsen / 17. 03. 2003
 
Musikerlebnis in Teuchern

Ausflug in die Zeit des Barocks
Auftakt für Konzertreihe - Förderkreis der Keiser-Gedenkstätte als Veranstalter

Von GABRIELE GIESSLER

Teuchern/MZ.   
Pünktlich um 16 Uhr begrüßte am Sonnabend Bertram Adler viele Klassikbegeisterte im Teucherner Ratssaal, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Er eröffnete damit vor den zirka 50 Gästen eine Konzertreihe, die bestehend aus vier über das gesamte Jahr verteilten Veranstaltungen durch den Förderkreis "Reinhard-Keiser-Gedenkstätte" Teuchern organisiert wird.

"Concerto italiano", das erste Konzert dieser Reihe, begann mit der Kantate für Sopran "Alpestre monte" von Georg Friedrich Händel. Die sehr lyrische Kantate wurde souverän und sicher mit glockenklarer Stimme von Gesine Adler vorgetragen, wobei sie von Lutz Gäbler und Rahel Mai mit Barockviolinen, Hartmuth Becker mit dem Barockcello und Cornelia Osterwald am Cembalo begleitet wurde. Nach diesem etwas getragenem Stück folgte die Sonate op. 5 Nr. 12 in g-Moll "La follia" von Arcangelo Corelli, hochvirtuos vorgetragen von Martina Quaas (Blockflöte) und Cornelia Osterwald (Cembalo).

Um dem Konzert die notwendige Abwechslung zu geben, folgte danach wieder ein etwas langsameres Stück, die Cantata Canto "Fille oh Dio..." von Nicola Porpora. Miho Kim (Mezzosopran) brillierte mit ihrer weichen ausdrucksstarken Stimme und wurde gut von
der klangschönen Flötenbegleitung von Martina Quaas sowie durch Hartmuth Becker (Barockcello) und Cornelia Osterwald (Cembalo) in Szene gesetzt.

Den Abschluss des Konzertes bildete das Concerto BWW 1044 a-Moll von Johann Sebastian Bach. Cornelia Osterwald (Cembalo), Dora Ombrodi (Traversflöte), Lutz Gäbler, Dagmar Gäbler und Rahel Mai (Barockviolinen), Heilke Wulf (Barockbratsche) und Hartmuth Becker (Barockcello) begeisterten die Zuhörer mit einem abermaligen Höhepunkt des Nachmittags. Das klanglich recht verschiedene Stück, dessen getragener Mittelteil durch zwei schnelle Außensätze umschlossen wurde, war für alle Musiker eine Herausforderung. Nicht nur die Cembalistin konnte brillieren, auch die Violinen versetzten die Zuhörer in romantische Stimmung. Trotz der etwas ungünstigen Akustik im Teucherner Ratssaal sorgten die acht Barockmusiker sowie die beiden Sängerinnen für ein Klangerlebnis der Extraklasse. Bertram Adler bedankte sich bei den jungen Musikern aus Halle und Leipzig für ihre hervorragende Leistung mit Blumen und das Publikum tat es mit anhaltendem Applaus.