MZ / 10.09.1996
 
Hohenmölsen

Klassisches erklang in der Teucherner Kirche

In Teuchern wurde die Gedenkstätte für den in der Stadt geborenen Komponisten Reinhard Keiser nach der Sanierung wiedereröffnet. Aus diesem Anlass fand am Sonntagabend in der evangelischen Kirche "St. Georg" ein Konzert statt. Das Bremer Ensemble "en Simphonie" spielte u.a. Arien und Instrumentalsätze aus den von Keiser geschriebenen Opern "Claudius", "Octavia", Sopranistin Marietta Zumbult verzauberte die Zuhörer mit ihrer Stimme.. Das zahlreiche Publikum honorierte dann auch das Können der Ensemblemitglieder an ihren Instrumenten mit viel Applaus
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Konzert in der Kirche

Bremer Künstler spielten Klassisches

Werke des Komponisten Reinhard Keiser erklangen im Teucherner Gotteshaus

 

Teuchern/MZ/Böh
Die Wiedereröffnung der neugestalteten Reinhard-Keiser-Gedenkstätte am Markt 9 war schon ein großer Höhepunkt im Leben des hiesigen Förderkreises.
Zahlreiche Gäste aus nah und fern erlebten den feierlichen Akt. Und diese Besucher genossen am Abend des 8. September einen weiteren akustischen Leckerbissen - ein Konzert mit dem Bremer Ensemble "en Simphonie".

Der Vorsitzende des Teucherner Förderkreises, Bertram Adler, freute sich, mit den Bremern ein so klangvolles Ensemble in der evangelischen Kirche "St. Georg" begrüßen zu können. Die unter der Leitung von Laurence Dean musizierenden neun Damen und Herren sind bekannt dafür, Werke vorwiegend deutscher und französischer Komponisten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten zu spielen.
An diesem Sonntagabend stand das knapp zweistündige Konzert ganz im Zeichen des berühmten Sohnes der Stadt Teuchern und des Komponisten der frühen deutschen Oper - Reinhard Keiser. In der Besetzung Traveno, Oboe, Violine (3), Bratsche, Cello, Cembalo und Violine erlebte das Publikum einen musikalischen Hochgenuss. Nicht nur die Sopranistin Mariette Zumbult stieß mit ihrer Stimme auf ein großes Interesse. Für ihre Arien aus Reinhard Keisers Opern "Octavia" und "Thomyris" erntete sie sie sehr viel Applaus. Doch auch die Ensemblemitglieder an ihren Instrumenten bestachen durch Können, was das Publikum mit ebenfalls viel Beifall honorierte. Und der wollte am Ende des Konzertes einfach nicht verklingen.

Noch auf dem Nachhauseweg schwärmte so mancher Besucher von einem gelungenen i-Punkt unter das Geschehen an diesem Sonntag. Und darauf sind auch die Mitglieder des Förderkreises "Reinhard-Keiser-Gedenkstätte Teuchern" e.V. stolz. Förderkreisvorsitzender Bertram Adler erhielt für seine Mühen um diesen 8. September einen Blumenstrauß als Dankeschön.
Nach der erfolgreichen Teilnahme von Vertretern des Förderkreises mit Material über Keiser am Sachsen-Anhalt-Tag in Bernburg steht jetzt ein weiterer Höhepunkt ins Haus. Im Rahmen der Weißenfelser Schütz-Tage vom 6.-20. Oktober findet am Sonnabend, 19. Oktober, in der evangelischen Kirche "St. Georg" zu Teuchern eine halbszenische Aufführung der Keiser-Oper "Pomana oder der Streit der vier Jahreszeiten" statt. An diesm Tag fährt ein Sonderbus aus Weißenfels nach Teuchern, dessen Insassen sich vor Konzertbeginn die neugestaltete Keiser-Gedenkstätte anschauen können. Auch die Teucherner Bürger sind vom Förderkreis herzlich eingeladen, nicht nur Keisers Geburtshaus sondern auch die musikalische Veranstaltung in der Kirche zu besuchen.