Freiheit Hohenmölsen / 03.12.1980

  Eine hohe Würdigung des größten Sohnes
der Stadt

"Reinhard-Keiser-Straße" in Teuchern benannt


Auszug
Teuchern (VK) 1980

Nach langem Bemühen wurde nun in Teuchern die Straße der schmucken Eigenheimbauten am Kleingärtnerweg nach dem in Teuchern geborenen bedeutenden Komponisten der Frühaufklärung Reinhard Keiser benannt.

Damit wurde eine weitere Ehrung dieses Meisters der frühen deutschen Oper vorgenommen. Wir halten diesen Schritt im Rahmen der Pflege des fortschrittlichen Kulturerbes für eine folgerichtige Ergänzung der Arbeit des "Arbeitskreises Reinhard Keiser" im Kulturbund...

Die bisher durchgeführten zwei Konzerte und die Vorträge zu Werk und Stellung Reinhard Keisers in der deutschen Musikgeschichte haben bewiesen, dass es sich bei diesem Komponisten um einen großen, genialen Meister handelt. Seine Kompositionen sprechen uns heute noch an und sind durchaus in der Lage, unsere Musikkultur zu bereichern.

Für den Arbeitskreis in Teuchern und die Musikwissenschaft in unserer Republik sollte - und sie wird es auch - die Namensgebung der "Reinhard-Keiser-Straße" am Beginn der achtziger Jahre der Auftakt sein für die Vorbereitung der Ehrungen zum 250 Todestag des Meisters der frühen deutschen Oper, am 12. September 1989. Die Zeit bis dahin mag lang erscheinen und mancher wird vielleicht fragen, weshalb schon jetzt damit beginnen? Es muss aber bedacht werden, dass wir erst am Anfang einer gezielten Erforschung und Pflege von Leben und Werk Reinhard Keisers stehen, das bis vor kurzer Zeit noch unter Entstellungen und Fehleinschätzungen verschüttet war.

In der Geburtsstadt Teuchern, im Kreis, aber auch im Bezirk wird das Jahr 1989 im Zusammenhang mit der Händelpflege einen bedeutenden Platz in der kulturellen und kulturpolitischen Arbeit einnehmen.

Hoffen und wünschen wir, dass am Beginn dieser Arbeit auch viele interessierte jüngere Bürger der Stadt sich bereit finden, den Arbeitskreis Reinhard Keiser zu unterstützen, damit die Reinhard-Keiser-Pflege fester Bestandteil der Kulturarbeit in der Stadt bleibt.
Fabian